KI-Satellitenprognose
Von der Satellitenprognose zur variablen Ausbringung
CropUps KI-Satellitenprognose wurde entwickelt, um historische Feldmuster in Informationen zu übersetzen, auf die Landwirte bereits vor Saisonbeginn reagieren können.
Das Modul prognostiziert relative Muster des Unkrautdrucks im Feld 1-2 Jahre im Voraus und teilt das Feld in Bereiche mit niedrigerem, mittlerem und höherem erwartetem Druck ein.
Diese Informationen können als Grundlage für variable Ausbringung genutzt werden, damit Landwirte Betriebsmittel entsprechend der Variation im Feld verteilen, statt überall dieselbe Menge auszubringen.
Sie können außerdem Entscheidungen zu Feldkontrolle, Unkrautkartierung und dazu unterstützen, wo detailliertere Feldbeobachtungen nötig sein können.
Variable Ausbringung
Vorhergesagte Feldvariation für VRA nutzen
Der wichtigste Wert der Satellitenprognose-Ebene liegt darin, dass sie Landwirten Informationen liefert, die sie vor einer Anwendung nutzen können.
Statt das Feld als einheitliche Fläche zu behandeln, kann die Prognose genutzt werden, um Managementzonen zu erstellen und Betriebsmittel zwischen Bereichen mit relativ niedrigerem und höherem erwartetem Druck umzuverteilen.
Bei Frandsbjerg Agro wurde das Modul bereits auf rund 1,100 Hektar eingesetzt.
Die vorhergesagte Feldvariation wurde genutzt, um Anwendungen umzuverteilen von:
- Herbizid
- Wachstumsregler
- Fungizid
Über die drei Behandlungen hinweg reduzierte Frandsbjerg Agro den gesamten Mitteleinsatz um etwa 15 % und sparte dabei mehr als 11.000 EUR.
Das Ergebnis ist ein praktisches Beispiel dafür, wie eine Datenebene während der Saison mehrfach genutzt werden kann.
Entscheidungsunterstützung
Mehr als eine Applikationskarte
Variable Ausbringung ist eine Nutzung der Prognose, aber die Informationen können auch Entscheidungen unterstützen, bevor die Spritze ins Feld fährt.
Zu wissen, wo relativ höherer Unkrautdruck erwartet wird, kann Landwirten und Beratern helfen:
- 01 Feldkontrollen zu priorisieren
- 02 Bereiche zu identifizieren, die besondere Aufmerksamkeit verdienen
- 03 Zu entscheiden, wo detaillierte drohnenbasierte Unkrautkartierung den größten Wert bringen kann
- 04 Unkrautmanagement früher zu planen
- 05 Vorhergesagten Druck mit späteren Beobachtungen im Feld zu vergleichen
Die Prognose ersetzt keine Feldkontrolle oder hochauflösende Unkrautkartierung. Sie liefert stattdessen eine zusätzliche Informationsebene, die helfen kann, Aufmerksamkeit und Ressourcen gezielter einzusetzen.
Die Idee hinter der Satellitenprognose entstand aus etwas, das CropUp immer wieder von Landwirten und Agronomen hörte:
Das Unkraut kommt oft an denselben Stellen wieder.
Einige überlegten sogar, frühere drohnenbasierte Unkrautkarten von einer Saison zur nächsten erneut zu verwenden.
Das warf eine Frage auf:
Wenn sich Unkräuter wiederholt in ähnlichen Teilen eines Feldes etablieren, könnte dauerhafte Variation innerhalb des Feldes diese Muster erklären? Und könnte ein Teil dieser Variation in historischen Satellitenbildern erkannt werden?
Faktoren wie Bodenvariation, Feuchtigkeit, Gelände, Konkurrenzkraft der Kultur und frühere Bewirtschaftung können alle beeinflussen, wie sich Unkrautdruck in einem Feld entwickelt.
CropUp begann daher zu untersuchen, ob historische Satellitendaten genutzt werden können, um dauerhafte Muster zu erkennen, bevor das Unkraut selbst sichtbar ist.
Methode
So funktioniert die KI-Satellitenprognose
CropUp analysiert historische multispektrale Satellitenbilder, um Muster im Feld zu erkennen und relativen Unkrautdruck 1-2 Jahre im Voraus zu prognostizieren.
Das Modell wurde mit Erkenntnissen aus mehr als 30.000 Hektar hochauflösender drohnenbasierter Unkrautkarten entwickelt.
Das Ergebnis zeigt Bereiche mit:
Niedriger
Relativ niedrigem prognostiziertem Unkrautdruck
Mittel
Mittlerem prognostiziertem Unkrautdruck
Höher
Relativ hohem prognostiziertem Unkrautdruck
Es prognostiziert nicht die genaue Anzahl der Unkräuter, die auflaufen werden.
Stattdessen liefert es ein relatives Bild davon, wie der Druck voraussichtlich im Feld variiert.
Diese relative Variation kann anschließend für Managementzonen, variable Ausbringung und Planung genutzt werden.
Feldvergleich
Die Prognose mit dem Feld vergleichen
Ein wichtiger Teil der Modulentwicklung war der Vergleich vorhergesagter Muster mit dem, was später im Feld beobachtet wurde.
Gemeinsam mit Stig Andersen und Søren Lykkegaard Hansen von Bayer Dänemark verglich CropUp vorhergesagte Bereiche mit niedrigem, mittlerem und hohem Druck mit Feldbeobachtungen auf zwei Versuchsbetrieben.
Die frühen Ergebnisse zeigten eine starke qualitative Übereinstimmung.
Bereiche, für die relativ höherer Unkrautdruck prognostiziert wurde, zeigten im Feld durchweg mehr Unkrautdruck als Bereiche mit prognostiziert niedrigerem Druck.
Diese Ergebnisse sind noch früh und sollten nicht als breite wissenschaftliche Validierung verstanden werden, geben aber einen vielversprechenden Hinweis darauf, dass historische Satellitenbilder nützliche Informationen über zukünftige Muster des Unkrautdrucks enthalten können.
Von der Erkenntnis zur Handlung
Eine Ebene, mehrere Entscheidungen
Die Satellitenprognose beginnt mit vorhergesagtem Unkrautdruck, aber ihr praktischer Wert liegt darin, was Landwirte mit diesen Informationen tun können.
Sie kann als Grundlage für variable Ausbringung genutzt werden.
Sie kann helfen, Feldkontrollen zu priorisieren.
Sie kann Entscheidungen darüber unterstützen, wo detailliertere Unkrautkartierung nötig sein kann.
Und wie der Fall Frandsbjerg Agro zeigt, kann dieselbe Feldebene während der Saison potenziell mehrere verschiedene Anwendungen unterstützen.
Das Ziel ist einfach: Landwirten früher nützliche Informationen über Feldvariation zu geben, damit sie vor und während der Vegetationsperiode gezieltere Entscheidungen treffen können.
Loslegen
Möchten Sie sehen, wie die Satellitenprognose auf Ihren Feldern aussieht?
Kontaktieren Sie CropUp, um mehr über das Modul zu erfahren und wie es für variable Ausbringung, Feldkontrolle und Planung des Unkrautmanagements genutzt werden kann.